Termine  

Quartalstreffen im September 2017
Freitag, 29.September 2017
um 18:00 Uhr
Mitgliederversammlung 2017
Freitag, 08.Dezember 2017
um 17:00 Uhr
Tischlertreffen 2017
Freitag, 08.Dezember 2017
um 18:30 Uhr
Quartalstreffen im März 2018
Freitag, 30.März 2018
um 18:00 Uhr
Sommertreff 2018
Sonntag, 24.Juni 2018
um 11:00 Uhr
   

Fotogalerie  

   

Werner Klinski erzählt

Anmerkungen und Vorgaben von Werner Klinski
für die Texte zu den Fotos der Ausstellungsplakate „60 Jahre Don Bosco in Berlin“
Bereich "Architektonische Gestaltung"


(Die Inhalte dieser Aufzeichnung wurden zum Teil schon in den vorhergehenden Zusammenfassungen zitiert – hier ist das Original der Ausführungen, die mit ihm gemeinsam im Juni 1994 erarbeitet wurden.

Thema:        Das Heim in Siemensstadt
Zu den Zeiten, als das Heim noch in dem Gebäude der ehemaligen Elektromotorenwerke in Siemensstadt untergebracht war, galt es schon eine wohn- und heimliche Atmossphäre zu schaffen. Die vorhandenen Räumlichkeiten wurden entsprechend umgebaut und neu gestaltet.
Hier sind Beispiele der Raumgestaltung des Altarraumes, der Postamente und Beleuchtungskörper sowie des Sprechzimmers zu sehen, die von der heimeigenen Tischlerei unter Kasimir Klinski umgesetzt und hergestellt wurden.
Auch die Planung eines Turn- und Theatersaales war schon vorhanden. Damals dachte noch niemand, dass die Heimstation Siemensstadt nicht endgültig war.

Thema:        Das Gelände in Wannsee
Das Grundstück des Heimes liegt in der Kolonie Alsen, welche als erste Berliner Villenkolonie von Wilhelm Conrad in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gegründet wurde.
Von der Kolonie Alsen gibt es eine Verbindung zum Namen der Straße zum Löwen. Wilhelm Conrad hatte die Kolonie so genannt in Erinnerung an den Preußischen Sieg im Krieg gegen Dänemark 1864 durch die Eroberung der Insel Alsen. Als Symbol dieses Sieges stand in der Lichterfelder Kadettenanstalt ein großer steinener Löwe, geschaffen von einem Schüler Thorwaldsens im Jahre 1850. Conrad ließ eine Nachbildung auf dem Gelände des heutigen Don Bosco-Heimes aufstellen, welches damals öffentlicher Park war.
Die erste Besichtigung des Geländes in der Straße zum Löwen 11 in Wannsee fand schon im November 1951 statt. Da dieses Grundstück jedoch für die Einrichtung der Berliner Residenz des Bundespräsidenten vorgesehen war, musste der Plan das Grundstück zu erwerben jedoch schnell wieder aufgegeben werden. Auch erlaubte die Bauordnung damals hier im "Reinen Wohngebiet" keine Einrichtungen dieser Art. Dieses änderte sich jedoch im Jahre 1952 und Dank der Bürgermeister-Reuter-Stiftung war es dann möglich, das damals noch 96.000 qm große Wannseegrundstück im Sommer 1953 zu erwerben.
Wir fanden ein schönes Grundstück mit der Bebauung von 1923 bis 1925 vor: die Villa, das Pförtnerhaus, das Gärtnerhaus, das Gästehaus, die Schwimmhalle und die Gewächshausanlagen.
Dieses Gebäude hatte der Eigentümer Dr. Jeidels vom Architekten Prof. German Bestellmeyer bauen lassen. Als Dr. Jeidels 1938 Deutschland verlassen musste, verkaufte er seinen Besitz jedoch noch rechtzeitig an die Berliner Handelsgesellschaft. Der ehemalige Gärtnermeister Gaus bewohnte weiter das Gärtnerhaus und sah nach dem Rechten, bis das Grundstück von den Salesianern erworben wurde. Während des Krieges waren die anderen Gebäude nicht bewohnt, wurden jedoch nach dem Kriege bis 1952 von amerikanischen Offiziersfamilien genutzt.
Der Grundgedanke für die Planung des Don Bosco-Heimes war es, unter Einbeziehung der vorhandenen Gebäude und des Baumbestandes eine dörfliche Anlage zu schaffen, die sich landschaftlich harmonisch in die Natur einfügt, ohne diese zu zerstören. Auch sollten die im Grundbuch eingetragenen privatrechtlichen Lasten, die hier nur villenartige Bebauung zuließen, soweit wie möglich Berücksichtigung finden.
Aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen war es notwendig, auf dem Gelände Wohnraum für 225 Jugendliche zu schaffen. Von den vorhandenen Gebäuden konnte die Villa nur 25 Personen aufnehmen, so dass Neubauten für vier Gruppen mit jeweils 50 Kindern, eine zu dieser Zeit übliche Belegungszahl, und die dafür notwendigen Wirtschafts- und Verwaltungseinrichtungen geschaffen werden mussten. Diese Wohneinheiten waren in einzelnen Häusern in offener Bauweise geplant. Leider war die Zeit damals noch nicht reif dafür, denn dieser Plan stieß auf den Widerstand der Ordensoberen in München.
So musste die Planung auf der traditionellen Kompaktbauweise „Alles unter einem Dach“ aufgebaut werden. Nach knapp 8 Monaten Bauzeit konnte das Heim am 30. Oktober 1955 bezogen werden. Die Gesamtbaukosten dieses 17.000 cbm umfassenden Gebäudes betrugen 1.250.000,-- DM einschließlich der Anschlussarbeiten und der Außenanlagen.
1955/56 wurde dann das aus pädagogischen und wirtschaftlichen Gründen so notwendige Gebäude für die Heimwerkstätten (Haus 4) errichtet. Das Gebäude wurde 1979 im Bereich der Schlosserei erheblich erweitert. Ohne die Mithilfe der Lehrwerkstätten, wären alle Bauten, Umbauten, Verschönerungen des Heimes und der Anlagen niemals durchführbar gewesen.
Mit dem Bau der Kirche (Haus 7) und des darunterliegenden Festsaales sollte die Grundplanung abgeschlossen werden. Um für dieses Gebäude aber die Finanzierung mit öffentlichen Mitteln zu ermöglichen, wurde es als Kulturtrakt bezeichnet. Die Baukosten für dieses 5.000 cbm große Gebäude betrugen 300.000,-- DM. Der damalige Bischof von Berlin, Kardinal Döpfner, weihte die Kirche am 7. Mai 1959 auf den Namen des Heiligen Don Bosco.
Leider fehlten die Mittel, um das Wahrzeichen des Heimes und der Kirche - den auf den Entwurfszeichnungen zu sehenden Glockenturm - zu errichten. Dieser Glockenturm wird erst im Jahre 1994, also etwa 35 Jahre später in etwas veränderter Form gebaut.
Pädagogische Erkenntnisse für ein familienähnliches Wohnen führten Ende der 60er Jahre dazu, aus den vier großen Gruppen im Hauptgebäude mit je 50 Plätzen, fünf neue Wohngruppen für je 15 Jungen zu schaffen. Bei dem erforderlichen Umbau im Hauptgebäude, der 1976 beendet wurde, konnte außerdem im zentralen Mittelbereich die Havelstuben errichtet werden. In der Eingangshalle, dem Atrium, befindet sich seit 1956/57 eine plastische Wand-Farbkombination und das Portrait des Heiligen Don Bosco. Diese schuf der Kunstmaler Karl-Heinz Naschitzki.
Da der Umbau des Hauptgebäudes die Reduzierung der Heimplätze von 200 auf 75 mit sich brachte, war ein Ersatzbau (Haus 11) notwendig geworden. Es wurden in einjähriger Bauzeit zwei Gruppen mit 6 Mitarbeiterwohneinheiten errichtet. Durch die architektonische Anordnung, die Betonung der beiden zeltartigen Giebel der Wohnhallen, konnte der ursprüngliche Entwurfsgedanke einer geschlossenen Dorfanlage mit Dorfplatz und Springbrunnen vollendet werden. Die Hausweihe fand am 19.10.1975 statt.
Das schon 1967 erbaute Gästehaus (Haus 8) mit seinen 7 Apartments wurde 1982 um 5 weitere Gästezimmer, die Krankenabteilung und eine Wohnung für 6 Ordensschwestern mit Hauskapelle erweitert.
Um den vielen Bedürfnissen und Wünschen des Heimes, der Gäste und Besuchergruppen nachzukommen, wurde eine Mehrzweckhalle (Haus 12) geplant. Nach Bewilligung der öffentlichen Zuwendungsmittel konnte mit dem Bau im Herbst 1983 begonnen werden.
Die architektonisch stark gegliederte Halle wurde als Stahlbeton-Skelettbau mit Holzfaltwerkdach errichtet. Außerdem wurden zwei Mitarbeiterwohnungen angegliedert. Dieses 9.300 cbm große Gebäude wurde am 7. September 1984 gerichtet und wurde im Sommer 1985 fertig gestellt. Auch hier soll der Außenbereich zwischen dem vorhandenen Dorfplatz und der Mehrzweckhalle der Kommunikation, dem Sport und Spiel dienen und den Dorfplatz erweitern. Es entstand eine kleine Arena mit Kunststoffbelag und Flutlichtanlage, überdachte Sitzbereiche zum Verweilen und eine Versorgungsküche für das leibliche Wohl.
Die in den nachfolgenden Jahren notwendigen Baumaßnahmen basieren auf einer Gesamtplanung des Bedarfsprogramms der Heimleitung aus den Jahren 1981-82. Die Anmeldung für diese Zuwendungsmittel der Investitionsplanung über den Caritasverband für Berlin e.V. datiert vom 7. September 1982. Beantragt waren die Mittel für:
1.    den Umbau der Villa (Haus 2)
2.    den Umbau der Zentralküche (Haus 6)
3.    den Gewächshausverbinder (Haus 10)
4.    den Umbau und die Erweiterung des Werkstättengebäudes (Haus 4)
5.    die Gestaltung der Wege und Außenanlagen
6.    den Sportplatzbereich.
Nach der Prüfung der Kostenschätzung wurden die Bauplanungsunterlagen (BPU) erarbeitet und die Prüfung durch den Bausenat am 26. Oktober 1987 abgeschlossen.
Die Bewilligung durch die Senatsdienststelle für Jugend und Sport erfolgte am 10. Februar 1988, wobei die Zuwendungsmittel auf die Jahre 1988-1991 aufgeteilt wurden. Die Eigenbeteiligung des Heimes von rund 10% der Kosten konnten durch die Leistungen der Werkstätten des Don Bosco-Heimes aufgebracht werden.

Thema:        Der Umbau der Villa
Die Villa, das Hauptgebäude auf dem Gelände des ehemaligen Besitzers, dem Bankier Dr. Jeidels, wurde 1922 von dem Architekten Prof. Bestellmeyer erbaut.
Nach dem Erwerb des Grundstücks 1953 wurde das Gebäude vielfältig ohne große, einschneidende Umbauten notdürftig genutzt. Auch entsprach es in bauaufsichtlicher und feuertechnischer Weise nicht mehr den heutigen Vorschriften.
Grundlage für die Neuplanung war die Erhaltung des Baukörpers in seiner Architektur unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten. Aus Sicherheitsgründen waren der Anbau eines neuen Treppenhauses sowie die Installation eines zweiten Innentreppenbaues notwendig. Durch den Ausbau des Dachgeschosses konnte dieses für eine Verselbständigungsgruppe mit sechs Einzelzimmern genutzt werden.
Das Obergeschoß wird Landschulheim ähnlich eingerichtet und soll der Unterbringung für Gästegruppen bis zu 16 Personen dienen.
Das Erdgeschoß mit Terrasse, das direkt erreichbar ist, soll für Seminare, Fortbildungen und Veranstaltungen unterschiedlicher Art mit einem Speiseraum und der dazugehörigen Küche ausgebaut werden. Dieser Bereich soll eine Gruppenstärke von 40 bis 50 Personen beherbergen können.

Thema:        Der Umbau des Werkstättengebäudes
Die Planung sah vor, die Tischlerei im Erdgeschoß dieses Gebäudes im Bereich des Maschinenraumes, des Meisterbüros und der Sozialräume zu erweitern. Der Verwaltungstrakt mit den Büros für den Bereich der Ausbildung und der berufsvorbereitenden Maßnahmen sowie den dazugehörigen Unterrichtsraum und die Sanitärräume mussten umgebaut und neu gestaltet werden. Im Obergeschoß waren die Einzelzimmer neu aufzuteilen. Auf einer Wohnfläche von 240 qm sollten 10 Apartments mit Vorraum, Nasszelle und Kochnische für eine Verselbständigungsgruppe entstehen.

Thema:        Anbau eines Gewächshausverbinders
Durch die Planung für den Neubau einer Mehrzweckhalle bedingt, wurde die ehemalige Gewächshausanlage in das südliche Gartengelände verlegt und mit Gewächshäusern, die auf dem Buga-Gelände standen, entstand hier die neue Gärtnerei. Diese Gewächshäuser wurden vorläufig, als Provisorium mit einem Holzvorbau verbunden und abgeschlossen. Zur Erschließung dieser Gewächshäuser und zur Aufnahme der betriebstechnischen Anlagen sowie der Sozialräume war der Bau eines festen Verbindergebäudes notwendig.
Das Gebäude ist als Flachbau mit Satteldach entstanden und beinhaltet:
einen Präsentations- und Verkaufsraum einschließlich Be- und Entlademöglichkeit, Büros, Arbeitsraum, eine kleine Versorgungsküche, Umkleide- und Sanitärräume sowie einen Unterweisungsraum für die Ausbildung.
Da zwischenzeitlich der Ausbildungsbetrieb der Gärtnerei um den Bereich des Landschaftsgärtners erweitert wurde, ist für diesen Bereich ein zusätzliches Sozialgebäude geplant, das an den Gewächshausverbinder angebaut und ihm angepasst wird. Dieses Gebäude wird als eine Fachwerkkonstruktion mit Hausbaum erstellt, einer jahrhundertealten Technik, die keine tragenden Innenwände verlangt.

Thema:        Umbau der Zentralküche
Der Küchenbereich wurde mit dem Neubau des Hauptgebäudes 1955 erbaut und eingerichtet. Die damaligen Einrichtungen, Geräte und Leitungsnetze waren verschlissen, so dass ein Umbau und die Neueinrichtung mit Geräten unumgänglich waren.
Die Küchenbereiche für eine Großversorgung wurden in ihren Funktionsbereichen nach den heutigen Vorschriften und Funktionen umgruppiert und die erforderlichen Umkleide- und Sanitärbereiche wurden neu geschaffen. Alle Küchengeräte wurden in nichtrostender Stahlausführung angeschafft. Die Kochgeräte sind elektrobeheizt.
Zum Küchenbereich gehören:
1.    die Hauptküche mit Vorrats- und Kühlräumen
2.    die „Kalte Küche“ mit Vorrats- und Lagerräumen
3.    die Spülküche
4.    die Lehrküche als Ausbildungsstätte
5.    der Unterweisungsraum
6.    die Umkleide- und Sanitärräume
7.    eine Be- und Entlüftungsanlage
(Für die Zeit der Umbauarbeiten musste die Küchenversorgung für ca. eineinhalb Jahre mit großem Aufwand der heimeigenen Werkstätten, unter den Auflagen der behördlichen Institutionen in den Keller (Tischtennisraum) des Hauptgebäudes verlagert werden und hat von dort aus die Verköstigung vornehmen müssen.)

Thema:        Umbau der Sportanlagen
Beim Umbau der Sportanlagen galt es, das bisher vorhandene Sportgelände den Bedingungen und Bedürfnissen des Jugendheimes an¬zupassen. Ein großer Sportplatz mit multifunktionaler Nutzung, eine Reitanlage als geschlossene Einheit, ein Tennisplatz und ein Freiräume für Sport, Spiel und Erholung waren zu planen. Natürlich sollte die Anlage möglichst strapazierfähig, pflegeleicht, witterungsunabhängig und nicht nur auf die Tagzeiten beschränkt sein. Eine Flutlichtanlage sollte die Nutzung auch in den Abendstunden erlauben.
Auch musste bei der Planung an die dringend notwendigen Einstellplätze bei den Veranstaltungen gedacht werden, die hier nun an der westlichen Grundstücksgrenze für 88 Wagen auf Schotterrasen als Behelfsparkplatz berücksichtigt werden konnten. Zusätzlich wurden 17 Stellplätze im Straßenbereich geschaffen. Die gesamte Sportplatzanlage ist rund 15.000 qm groß und besteht aus:
1.    Fußballfeld 52 m x 94 m mit Kunststoffrasen auf einer elastischen Trageschicht
2.    Tennisplatz 20 m x 40 m sowie Laufbahn 5,20 m x 130 m mit Kunststoffbelag auf elastischem Gummigranulatunterbau
3.    Rasenspielwiese ca. 20 m x 40 m mit Naturrasen
4.    Sprunggrube
5.    Reitplatz 20 m x (40 m) 60 m mit Spezialbelag aus kalibriertem Sand mit anorganischer Faserverstärkung.
Die Beleuchtung (Flutlichtanlage) besteht aus:
*    6 Lichtmasten für den Hauptplatz, 16 m hoch, mit Halogendampflampen T 2000/W/N
*    4 Lichtmasten für den Tennisplatz, 12 m hoch, mit je T 1000/W/N
*    5 Lichtmasten für den Reitplatz, 4 m hoch, mit je 60 Watt / N.
Außerdem wurde die noch vorhandene alte Tribüne generalüberholt. 20 Ebereschen, 6 Birken und 1 Erinnerungseiche wurden gepflanzt.

Thema:        Errichtung eines Glockenturmes
Pater August Klinski, der Gründer und erste Direktor des Don Bosco-Heimes in Wannsee, hat nach der Errichtung des Hauptgebäudes vorrangig den Bau einer Kirche vorangetrieben, um der Forderung Don Boscos nachzukommen, dass die religiöse Erziehung ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Sorge um den jungen Menschen sei. Auch die Ausstattung des Kultraumes mit Liturgie tragenden Zeichen, Symbolen und Instrumenten, wie zum Beispiel die Orgel, ging zügig voran, so dass mancher Besucher von Kirche und Gottesdienst bestätigt, was wir selbst empfinden: „unsere Kirche wirkt ansprechend und einladend“.
Noch stärker einladen könnten nach außen hin Glocken. So hat das auch ein Spender empfunden und einen Satz eines Geläutes gestiftet. Sie sollen den heute so wichtigen Ruf zur Teilnahme am Gottesdienst, am einmaligen Angebot Gottes für die Menschen auf sinnenfällige Weise verstärken.
Bei dem Glockenturm der Kirche des Don Bosco Heimes handelt es sich um einen „Campanile“ in Stahlbauweise.
Größe des Turmes:    3,44 m x 2,82 m Höhe insgesamt:    9,50 m
Stahlkonstruktion:    Stahl ST 37,7 / Feuerverzinkung mit Duplexbeschichtung
Fundament:    Stahlbeton B 35, Stahl 500 S / 4,00m x 4,00m x 1,25m = 20 cbm
Verkleidungen:    Holz, zum Teil mit Kupferblech verkleidet
Glocken:    Bronze
                 Ton H' Durchmesser 81 cm = 350 kg Maria Helferin der Christen
                 Ton D' Durchmesser 67 cm = 220 kg Heiliger Johannes Bosco
Entwurf:    23.03.1994
Bauantrag:    09.03.1994
Statik:    30.04.1994
Baubewilligung:    07.06.1994 , Nr. 825
Glockenguss:    17.06.1994 in Gescher / Westfalen
Glockenweihe:    25.06.1994
Turmweihe:    03.07.1994 , dem Jubiläumsfest „60 Jahre Salesianer Don Boscos in Berlin“
Ausführung
Entwurf:    Werner Klinski, Architekt VFA, Berlin-Wannsee
Statik:    Dr. Ing. K. Mille und Dipl.Ing.G.Schlag Berlin-Friedenau
Prüfingenieur:    Dr. Ing. H. Franke, Berlin-Schöneberg
Stahlbau:    Fa. A. Asmundsen, Berlin-Steglitz
Stahlbeton:    Fa. Wiemer + Trachte, Berlin-Wilmersdorf
Elektro:    Fa. W. Schubert, Berlin-Kreuzberg
Glocken:    Fa. Petit und Gebr. Edelbrock, Gescher / Westfalen
Die Erd- und Gartenarbeiten, Einschalungen und Zimmerarbeiten, Bedachung- und Kupferarbeiten wurden ausgeführt durch die Heimwerkstätten des Don Bosco Heimes.

Thema:        Gestaltung der Wege und Außenanlagen
Die Wegeanlagen
Nach dem Bau der Mehrzweckhalle (Haus 12) und der Gewächshausanlage (Haus 10) war es notwendig, den noch fehlenden Bereich der Feuerwehrumfahrt zu ergänzen. Hinzu kam der Verschleiß der Wege über 25 Jahre.

Der Wasseranschluß
Da der Druck auf dem Grundstück für die vorhandenen Feuerlöschhydranten noch nie ausreichte und so die Löschwasserversorgung nicht gesichert war, mussten hier aufwendige Baumaßnahmen durchgeführt werden. Der Hausanschluss von der Straße zum Löwen auf das Gelände wurde verstärkt und ein zweiter Anschluss im Don-Bosco-Steig hergestellt. Diese beiden Anschlüsse, als Ringleitung verbunden, lieferten nun den ausreichenden Wasserdruck.

Die Gartenbewässerung
Zur Versorgung der Gartenanlagen bei dem 86.000 qm großen Grundstück des Don Bosco Heimes wurde die 1976 versandete Brunnenanlage neu erschlossen. Die Bohrtiefe betrug 67 m und das Wasser wird mit einer Unterwasserrohrpumpe im Pumpensteigrohr aus Kunststoff DN 100 ans Tageslicht gefördert. Der vorhandene Druckkesselraum konnte wieder genutzt werden, und das Sprengwassernetz wurde erheblich, insbesondere wegen der Sportplatzanlage, erweitert.

Die Kanalisation
Der Hausanschluss der Kanalisation konnte beim Bau des Heimes 1954 nur in der Lindenstraße erfolgen und so musste die Leitung über das Grundstück Straße zum Löwen 10 b geführt werden. Da zwischenzeitlich die Straßenkananlisation in der Straße zum Löwen weitergeführt wurde, konnte ein neuer Anschluss jetzt direkt vor dem Pförtnerhaus (Haus 1) erfolgen.

Soweit die damaligen persönlichen Ausführungen von Werner Klinski, die leider nur ohne die entsprechenden Fotos und Zeichnungen hier dargestellt werden können. Anzumerken ist, dass bei der Erarbeitung nur die speziellen Texte zu den Fotos und Zeichnungen wiedergegeben werden. In Wirklichkeit gab es noch viel mehr Details und Aussagen von Werner Klinski zu seinen Eindrücken über die Zusammenarbeit und die Probleme der Realisierung seiner architektonischen Vorstellungen mit den Auftraggebern, die hier und heute leider nicht mehr nachzuvollziehen sind und somit nicht dokumentiert werden können.
 
Zum guten Schluss
Werner Klinski war ein wahrer Freund Don Boscos, hat sich seiner Idee nicht nur verschrieben sondern auch in seiner Art umgesetzt. Neben seinem Onkel Pater August Klinski, dem Don Bosco von Berlin war er es, der die Gesamtstruktur der Wohn- und Lebensqualität im Heimbereich von Don Bosco Berlin-Wannsee verändert und neue Dimensionen geschaffen hat.
Leider wurden seine Ideen und Intensionen nicht immer verstanden. Dennoch hat er nie den Mut verloren, für sein architektonisches, kreatives und praxisbezogenes Denken für die Heimbewohner bei Don Bosco zu kämpfen.

„Um die Pädagogik Don Boscos umsetzen zu können müssen sich die Kinder in ihrem neuen Zuhause auch wohnlich wohl fühlen. Dazu gehört mehr als nur eine Schlafkammer, und schon gar nicht gemeinsam mit 48 Mitbewohnern die Nacht in einem Saal zu verbringen. Lern- und Freizeitangebote, die auch von diesen jungen Menschen angenommen werden wollen müssen geschaffen werden, damit Heim nicht zur Strafe wird!“

Es war sein „Gelände“ für das er sich mit Herz, Kreativität und Verstand eingebracht hat.


Vielen Dank dafür!


Freunde Don Boscos Berlin e.V.

Der Vorstand der Freunde Don Boscos Berlin e.V.

 

   
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